Omas Hausmittel
Liebe Patienten,
Liebe Patientinnen,
Mittlerweile verlassen wir uns auf die Behandlung des Arztes, der wir gern die Verantwortung für die Heilung unseres Körpers überlassen. Doch auch heutzutage werden die Ärzte besonders in ländlichen Gebieten immer weniger.
Pflegenotstand, Hausärztemangel, späte Termine, überfüllte Notaufnahmen, Lieferengpässe bei Apotheken, Hektik in Praxen und Krankenhäusern.
Dadurch sind viele Menschen von der modernen Medizin und vielfach auch von den Ärzten enttäuscht, die sich kaum oder gar keine Zeit mehr nehmen (können). Es wird alles mit Skepsis betrachtet.
Aus diesem Grund haben wir, das Praxisteam der Gesundheitspraxis Schillingen, für Sie recherchiert, gesammelt und hier für Sie viel Informationen zusammengefasst, um ihnen wieder die altbewährten Hausmittel von früher ans Herz zu legen, so dass sie ihre Gesundheit wieder selbst in die Hand nehmen können und somit uns und das Gesundheitswesen entlasten und unterstützen.
Das Besondere an Hausmitteln ist, dass sie schon seit langer Zeit angewendet werden und oft von Generation zu Generation in Familien weitergegeben werden. Sie sind oft schon seit Jahrhunderten bekannt. Deshalb ist es im Volksmund auch als „Omas Hausmittel“ bekannt. Früher ging man nicht immer bei jeder Erkältung zum Arzt, vor allem weil es in der Gegend nicht immer Ärzte gab und die Kosten für einen Arztbesuch für viele Menschen oft zu hoch waren. Deshalb griff man lieber erst einmal auf altbewährte Hausmittel zurück.
Wadenwickel, Wärmflasche, Wassertreten – sanfte Therapien mit alten Hausmitteln
Viele alte Hausmittel erfreuen sich heute als ganzheitliche und schonende Therapie einer zunehmenden Beliebtheit. Erkältungen, Magenbeschwerden, Fieber, Muskelverspannungen oder kleine Verletzungen können mit einfachen Handgriffen wirksam, nebenwirkungsarm und zeitsparend behandelt werden. Auch der Haushalt, die Küche oder die Körperpflege werden inzwischen durch traditionelle Hausmittel bereichert und optimiert.
Therapeutische Hausmittel
Therapeutische Hausmittel werden ohne ärztliche Konsultation und Verordnung in Form von selbst hergestellten Arzneien oder äußerlichen Methoden angewendet.
Einige dieser Mittel werden aus Heilpflanzen hergestellt, die in der Natur gesammelt oder in Apotheken oder Fachgeschäften erworben werden können. So wirkt z. B. Kamille entzündungshemmend und Thymian schleimlösend. Eine Inhalation des Dampfes der beiden Kräuter kann bei Erkältungen lindernde Wirkung zeigen. Andere Präparate werden u. a. in Form von Tees oder Gewürzen innerlich eingenommen. Äußerlich wirkt die Anwendung von Bädern, Packungen, Wickeln oder Güssen heilend und wohltuend. Auch Wärme in Form von Körner- und Heizkissen oder Wärmflaschen ist ein überliefertes, therapeutisches Mittel. Selbst unterschiedliche Lebensmittel werden seit je her aufgrund ihrer therapeutischen Wirkungen zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt. Honig, Quark, Zwiebeln, Kartoffeln oder auch Knoblauch sind nur einige der Nahrungsmittel, denen ein heilender Effekt zugesprochen wird.
Therapeutische Heilmittel können sowohl zur akuten Behandlung als auch zur Vorbeugung und zur Steigerung des Wohlbefindens Verwendung finden. Der Vorteil der Anwendung liegt darin, dass die Präparate jederzeit vorhanden sind, einen natürlichen Ursprung haben und kostenarm oder sogar kostenlos sind.
Ursprung von Hausmitteln
Schon in den meisten früheren Kulturen stellte die innerliche und äußerliche Anwendung von Pflanzenbestandteilen die Grundlage der Medizin dar. Viele pharmakologische Substanzen der Schulmedizin sind pflanzlicher Herkunft. Bereits Hippokrates wies auf die heilenden Elemente Luft, Wasser, Wärme und Schlamm hin. Im frühen Mittelalter hat dann Paracelsus Krankheiten äußerlich und innerlich mit Substanzen natürlichen Ursprungs behandelt. Auch Sebastian Kneipp wies mit seiner Hydrotherapie auf die heilende Therapie durch Wasserhin.
Die Wirkungsweisen von Hausmitteln und das Wissen um die heilenden Kräfte von Kälte, Wärme oder Pflanzen sind über Generationen weiter gegeben worden und haben eine lange Tradition. Unsere Vorfahren verwendeten die Mittel in erster Linie, weil Ärzte unzureichend oder gar nicht zur Verfügung standen und finanzielle Mittel knapp waren.
Hausmittel heute
Das Interesse der Menschen an natürlichen, sanften und ganzheitlichen Therapien als Ersatz oder Ergänzung zur schulmedizinischen Versorgung ist groß. Die Möglichkeit zur Selbsthilfe steht heutzutage hoch im Kurs und die naturnahe Medizin genügt inzwischen immer mehr wissenschaftlichen Ansprüchen. Die Selbstbehandlung vermeidet das oft frustrierende Gespräch mit gestressten Ärzten unter Zeitnot und den Aufenthalt in überfüllten, schniefenden Wartezimmern. Bei leichten Erkrankungen wie Erkältungen oder Muskel- und Rückenschmerzen raten auch Ärzte zur Therapie mit Hausmitteln und zum Abwarten. Das Gesundheitssystem profitiert ebenfalls von der Anwendung des überlieferten Wissens durch Selbsthilfe und spart Kosten ein.
Grenzen von Hausmitteln
Die Grenzen der Hausmittel liegen in der Schwere der Erkrankung. Starke Schmerzen, hohes Fieber, Bewusstseinsstörungen, großer Blutverlust, Brüche und starke Entzündungen sind Symptome, die einem Arzt vorgestellt werden müssen. Die Anwendung der unterschiedlichen Mittel sollte immer nach der vorgeschriebenen Vorgehensweise vollzogen werden, um ungewünschte Reaktionen, wie Allergien, Störungen des Kreislaufes oder Fehlregulationen der Körpertemperatur auszuschließen. Zu beachten ist, dass auch pflanzliche Heilmittel Nebenwirkungen verursachen. So kann z.B. Johanniskraut, das bei Depressionen hilft, die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen und Eukalyptus in hoher Dosis zu Übelkeit führen. Schwangere und stillende Mütter sowie Kinder sollten selbst bei der Anwendung von erprobten Heilmitteln individuell Rücksprache mit ihrem Arzt halten.
Lernen Sie mehr über Linderung von Symptomen, ohne gleich auf chemische Präparate zurückzugreifen. Was auch schon vor Jahrhunderten half, wird auch heutzutage seine Wirkung nicht verloren haben.
Vom Ursprung, langer Tradition, über Generationen hinweg angesammeltes Wissen bis hin zur heutigen Zeit haben Hausmittel sich stets bewährt. Selbst für die heutige moderne Medizin ist das Wissen über therapeutische Wirkung bestimmter Pflanzen und Kräuter der Grundbaustein.
Jedoch bedarf das Krankheitsbild und der Krankheitsverlauf einer stetigen Beobachtung. Bei besonderer Schwere oder auch anhaltender Dauer, ist ein Arztbesuch dennoch erforderlich.
Hausmittel sind kostenarm, bis hin zu kostenlos, aber wahnsinnig kostbar
Wie Sie vielleicht schon wahrgenommen haben, ist auch bei uns das Wartezimmer immer öfter überfüllt. Wir wissen nicht mehr, wie wir Sie weiter gut versorgen und behandeln können.
Deswegen starten wir jetzt dieses Experiment ihnen wieder die Verantwortung für ihren Körper und ihre Gesundheit näher zu bringen. Man muss nicht immer zum Arzt! Hören Sie auf ihren Körper. Probieren Sie unsere alternativen Heilmittel aus, denn das ist in den meisten Haushalten alles zu finden.
Geben Sie uns doch eine Rückmeldung, was Ihnen geholfen hat und wie sie sich damit fühlen.
Viel Spaß bei ausprobieren und vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Bald auch zum Mitnehmen in der Praxis verfügbar!
Dr. med. Tim Lehnhof und sein Praxisteam der Gesundheitspraxis Schillingen
Blähungen
Symptome
Lufteinschlüsse im Darm
Ballonartig aufgeblähter und gespannter Bauch
Unangenehm riechende Darmwinde
krampfartigen Schmerzen und einem Rumoren im Unterbauch
Oft kommen noch Völlegefühl, Darmgeräusche, Sodbrennen und häufiges Aufstoßen hinzu
So helfen Sie sich selbst:
Kümmel
Er ist ein klassischer »Blähungskiller«
Tee: Übergießen Sie 1 Esslöffel Kümmel mit 1 Tasse kochendem Wasser. Den Aufguss 20 Minuten ziehen lassen und abseihen.
Anis Tee
Er hilft schnell bei akuten Blähungen.
1 gehäuften Teelöffel zerdrückte Anisfrüchte mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen. Trinken Sie den Tee lauwarm und in kleinen Schlucken.
Melissen Tee
Melisse enthält zahlreiche Bitterstoffe, die den Stoffwechsel und die Verdauung anregen.
1 bis 3 Esslöffel Melissenblätter in 1 Tasse geben, mit heißem Wasser (ca. 150 Milliliter) übergießen und abdecken. 10 bis 15 Minuten ziehen lassen, danach das Kraut abseihen. Von diesem Tee können Sie 3-mal pro Tag trinken
Fencheltee
Fenchel ist eine wohltuende Heilpflanze, die schon seit Jahrhunderten zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden eingesetzt wird. Um Fencheltee zuzubereiten, übergieße einfach 1–2 Teelöffel Fenchelsamen mit kochendem Wasser und lass den Tee etwa 10 Minuten ziehen. Genieße den Tee in kleinen Schlucken und spüre, wie er deine Beschwerden lindert.
Bauchmassage im Uhrzeigersinn
So machen Sie’s richtig:
Legen Sie sich auf den Rücken und streichen Sie in langsamen Dadurch schieben Sie die „Luft“ (den anatomischen Strukturen des Dickdarms folgend) zum Ausgang. Das kann gerade dann helfen, wenn der Bauch durch die „Luft“ regelrecht gebläht ist und diese einfach nicht hinauswill. Übrigens auch eine gute und dezente Methode, wenn Sie unterwegs sind und keine anderen Möglichkeiten der Behandlung haben
Das aromatische Pfefferminz- und Basilikum Öl hilft bei Blähungen: 3 Tropfen des Aromaöls mit 30 Milliliter Mandelöl (aus dem Reformhaus) mischen und damit regelmäßig den Bauch massieren.
Wärme
Sie lindert die Schmerzen und beruhigt die angespannte Muskulatur in der Bauchregion. Eine kuschelige Wärmflasche oder, für Kinder, ein warmes Kirschkernkissen können Abhilfe schaffen.
Durchfall
Symptome:
Dünnflüssiger Stuhl
Häufiger Stuhlgang, mehr als 5-mal pro Tag
So helfen Sie sich selbst:
Viel trinken!
Bei Durchfall kann es zu erheblichen Flüssigkeitsverlusten kommen, die unbedingt ausgeglichen werden müssen. Sie sollten also viel trinken. Am besten eignen sich stille Mineralwässer und verschiedene Teesorten
Tee mit Zimt
1 Teelöffel Schwarztee und 1/4 Stange Zimt mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen. 5 Minuten ziehen lassen, anschließend abseihen. 3 Tassen pro Tag.
Salbeitee
Seine Heilwirkungen bei Darmerkrankungen mit Durchfall sind mittlerweile wissenschaftlich erforscht. Trinken Sie täglich 3 Tassen Salbeitee :2 Teelöffel des Krauts mit 1 Tasse kochendem Wasser überbrühen, 12 Minuten zugedeckt ziehen lassen, danach abseihen
Zwieback bei Durchfall – Der Klassiker
Zwieback – von vielen verhasst, von anderen gerade bei Durchfall sehr beliebt. Er gehört zu den klassischen Hausmitteln gegen Durchfall.
Bananen – wichtige Mineralstoffe für den Körper
Bananen werden am besten zerdrückt mit einer Gabel oder püriert und sind dank der leicht stopfenden Wirkung ein ideales Hausmittel.
Gemüsebrühe – gesundes Hausmittel mit Elektrolyten
Ebenso ein Hausmittel, das sich positiv auf Durchfall auswirkt, ist Gemüsebrühe, die dem Körper Flüssigkeit und Mineralstoffe zuführt.
Haferflocken
Zugegeben, die Bezeichnung „Haferschleim“ klingt nicht übermäßig köstlich, jedoch versteckt sich dahinter ein überaus gesundes Gericht – und das nicht nur bei Durchfall.
Wärme
Wenn der Durchfall mit Bauchkrämpfen einhergeht, ist Wärme oftmals sehr angenehm. Denn Wärme fördert die Durchblutung und ist dadurch schmerzlindernd und heilungsfördernd.
Durchfall – Wann zum Arzt?
Tritt der Durchfall nur kurzzeitig auf, ist er meist harmlos und muss nicht weiter behandelt werden. Für wenige Tage kann ein gesunder Erwachsener den Flüssigkeitsverlust durch ausreichendes Trinken ausgleichen und mit entsprechender Schonkost den Magen meist wieder beruhigen. Für ältere Menschen und Kleinkinder ist ein Arztbesuch oftmals jedoch ratsam, da diese den Flüssigkeits- und Nährstoffverlust nicht so gut ausgleichen können.Bei sehr heftigem Durchfall hingegen, der mit weiteren Begleitsymptomen wie Bauchkrämpfen, Blut im Stuhl, hohem Fieber einhergeht, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Ebenso bei langanhaltendem Durchfall.
Verstopfung
Symptome:
Darm wird weniger als 1-mal in 5 Tagen entleert
Ständiges Völlegefühl im Unterleib
Der Stuhl ist hart und trocken
Die Darmentleerung verläuft schwierig
So helfen Sie sich selbst:
Viel trinken!
Sie sollten also viel trinken. Am besten eignen sich stille Mineralwässer und verschiedene Teesorten
Kümmel
Er ist ein klassischer »Blähungskiller«
Tee: Übergießen Sie 1 Esslöffel Kümmel mit 1 Tasse kochendem Wasser. Den Aufguss 20 Minuten ziehen lassen und abseihen.
Fencheltee
Fenchel ist eine wohltuende Heilpflanze, die schon seit Jahrhunderten zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden eingesetzt wird. Um Fencheltee zuzubereiten, übergieße einfach 1–2 Teelöffel Fenchelsamen mit kochendem Wasser und lass den Tee etwa 10 Minuten ziehen. Genieße den Tee in kleinen Schlucken und spüre, wie er deine Beschwerden lindert.
Kamillentee
Zwei bis drei Teelöffel Kamillenblüten in eine Tasse geben
Mit 250 ml siedendem Wasser übergießen,Abdecken, 10 Minuten ziehen lassen, Abseihen
Zum Süßen eignet sich Honig; bei Erkältungsbeschwerden ist es sinnvoll, frische Zitrone zuzufügen.
Rizinusöl
Das gute alte Rizinusöl ist immer noch ein wirksames Heilmittel bei vorübergehenden Verstopfungen Schlucken Sie 1 bis 2 Esslöffel des Öls, nach etwa 2 Stunden wird die Wirkung eintreten.
Flohsamen
1 Teelöffel über die Mahlzeiten streuen und 1 Glas Wasser dazu trinken.
Was regt die Verdauung an?
Pflaumen, Pflaumensaft, Trockenobst, Äpfel und Sauerkraut sind wirksame Hausmittel, die im Lebensalltag schnell verfügbar sind.
Was hilft schnell gegen Verstopfung?
Frisches Sauerkraut und Sauerkrautsaft wirken bei vielen Menschen stark abführend.
Verstopfung – Wann zum Arzt?
Bei einigen der Hausmittel bedarf es der regelmäßigen Einnahme und etwas Geduld, bis sich die Verdauung wieder auf Regelmäßigkeit eingestellt hat. Wenn sich die Verstopfung trotz Ihrer Behandlung nicht binnen 7 Tagen bessert, sollten Sie den Arzt aufsuchen. Geht schließlich die Verstopfung mit kolikartigen Bauchschmerzen, heftigem Erbrechen und Kreislaufbeschwerden einher, muss der Rettungsdienst bzw. Notarzt gerufen werden (möglicher Darmverschluss!).
Trockene, gereizte Augen , Bindehautentzündung
Symptome:
Gerötete Bindehaut.
Fremdkörpergefühl.
Lichtempfindlichkeit.
Schmerzen, Kratzen, Juckreiz oder Brennen.
Sehstörungen.
Geschwollene Augenlider.
Müde Augen.
Verklebte Lider, vor allem nach dem Schlafen.
So helfen Sie sich selbst:
Kalter Waschlappen
Ein in kaltes Wasser getränkter Waschlappen werden empfohlen, um die Beschwerden zu lindern.
Salatgurken
Legen Sie auf das betroffene Auge einfach eine Gurkenscheibe – es wirkt! Oder pressen Sie eine Gurke aus, kühlen den Saft und legen ein leicht damit getränktes Tuch aufs Auge.
Milch
Einen Wattebausch in kalter Milch tränken und auf die Augen legen.
Teebeutel
Abgekühlte Teebeutel (schwarzer oder grüner Tee, Kamillentee) sind ebenfalls beliebt bei derartigen Beschwerden.
Massage
Massieren Sie mit Ihren Zeigefingern sanft Ihre Augen. Bewegen Sie Ihre Finger in kleinen Kreisen am inneren Ende der Augenbrauen, dann am äußeren entlang. Danach führen Sie die gleiche Bewegung im inneren Augenwinkel durch, anschließend im äußeren. Die Massage-Bewegung regt die Durchblutung an und wirkt beruhigend auf gestresste Augen.
Neben den Hausmitteln helfen bei trockenen und gereizten Augen zudem auch Augensalben, Augentropfen, Augengele und Augensprays, die meist frei verkäuflich in Apotheken erhältlich sind.
Trockene, gereizte Augen- Wann zum Arzt?
Tritt keine Besserung auf und helfen handelsübliche (Haus-)Mittel, wie beispielsweise Augentropfen, nicht, sollte unbedingt ein Augenarzt aufgesucht werden. Auch, wenn vermehrt zusätzliche Symptome, wie eine gerötete Bindehaut, Schmerzen im Bereich der Augenoberfläche, stark verschwommenes Sehen oder das Gefühl, einen dauerhaften Fremdkörper im Auge zu haben.
Sodbrennen
Symptome:
Brennendes Gefühl hinter dem Brustbein, vor allem nach deftigen Speisen
Bisweilen in Verbindung mit Völlegefühl und saurem Aufstoßen
So helfen Sie sich selbst:
Viel trinken!
Bei Durchfall kann es zu erheblichen Flüssigkeitsverlusten kommen, die unbedingt ausgeglichen werden müssen. Sie sollten also viel trinken. Am besten eignen sich stille Mineralwässer und verschiedene Teesorten
Kümmel
Er ist ein klassischer »Blähungskiller«
Tee: Übergießen Sie 1 Esslöffel Kümmel mit 1 Tasse kochendem Wasser. Den Aufguss 20 Minuten ziehen lassen und abseihen.
Kamillentee
Zwei bis drei Teelöffel Kamillenblüten in eine Tasse geben
Mit 250 ml siedendem Wasser übergießen,Abdecken, 10 Minuten ziehen lassen, Abseihen
Fencheltee
Fenchel ist eine wohltuende Heilpflanze, die schon seit Jahrhunderten zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden eingesetzt wird. Um Fencheltee zuzubereiten, übergieße einfach 1–2 Teelöffel Fenchelsamen mit kochendem Wasser und lass den Tee etwa 10 Minuten ziehen. Genieße den Tee in kleinen Schlucken und spüre, wie er deine Beschwerden lindert.
Natron:
Die Anwendung ist denkbar einfach: Einen Teelöffel Backnatron in einem großen Glas mit stillem Wasser auflösen. Anschließend die Flüssigkeit langsam und in kleinen Schlucken trinken.
Heilerde
Heilerde besänftigt den Reizmagen und begünstigt den Aufbau einer gesunden Darmflora, eignet sich also gut zur längerfristigen Behandlung von schwerem Sodbrennen. Nehmen Sie je 1 Teelöffel Heilerde nach dem Mittag- und Abendessen ein.
Schwemmen Sie dafür die Erde in stillem Mineralwasser oder Kräutertee auf und trinken Sie diese Mischung in kleinen Schlucken. Achten Sie darauf, dass man Ihnen in der Apotheke wirklich nur diejenige Heilerde gibt, die zur innerlichen Anwendung geeignet ist.
Haferflocken - Porridge
Für das Grundrezept (1 Portion) benötigen Sie:
Ca. 40 bis 50 Gramm Haferflocken , 200 ml Flüssigkeit, am besten Wasser. Beides in einem Topf vermengen und etwa 3 Minuten kochen lassen. Anschließend können Sie das Gericht noch mit Zimt, Honig oder Mandeln verfeinern.
Leinsamen – wirksames Hausmittel und Superfood
Wer Leinsamen regelmäßig verzehrt, tut nicht nur seinem Magen, sondern auch dem Darm etwas Gutes.
Das regionale Lebensmittel weist nämlich eine große Menge an Schleimstoffen auf, die sich wie eine Schutzschicht auf die Schleimhäute von Speiseröhre, Magen und Darm legen und vor aggressiver Magensäure schützen. Einen ähnlichen Effekt haben auch Flohsamen.
Enzian-Schnaps
Bei Sodbrennen aufgrund von zu reichlichem, schwerem Essen können Sie es einfach mal mit einem Enzian-Schnaps zum Abschluss versuchen. Nicht anzuwenden bei Alkoholsucht.
Migräne
Symptome:
Meistens halbseitig auftretender Kopfschmerzen
Bgleitsymptome: Übelkeit, Erbrechen, Lichtscheu, Sehstörungen (z. B. Augenflimmern), Sprechstörungen. Bei einigen Patienten kündigt sich die eigentliche Schmerzattacke durch eine sogenannte Aura an: Sternchen vor den Augen, Einschränkung des Gesichtsfelds, Schwindel, Hautkribbeln, Sprachprobleme
So helfen Sie sich selbst:
Viel trinken!
Sie sollten also viel trinken. Am besten eignen sich stille Mineralwässer und verschiedene Teesorten
Salz-Eis-Packung
Bei akutem Migräneschmerz füllen Sie einen Stoffbeutel mit 1 Teil Salz und 4 Teilen Eiswürfeln. Legen Sie ihn auf die Stirn oder drücken Sie ihn leicht gegen die Schläfen. Die durch das Salz stabilisierte Kälte betäubt den Schmerz.
Gewürznelke
Das Öl der Gewürznelke hat in einer Studie seine Wirksamkeit bei Migräne unter Beweis stellen können.
In eine Kanne grünen Tee (Zubereitung) 2 Gewürznelken sowie etwas Zimt und Zitronensaft geben. Trinken Sie über den Tag verteilt 4 bis 5 Tassen.
Pfefferminzöl
Sie können ein paar Tropfen Pfefferminzöl auf Stirn, Schläfen und Nacken auftragen und sanft einmassieren (achten Sie darauf, dass es nicht in die Augen kommt).
Kaffee mit Zitrone
Bei Migräne erweitern sich die Blutgefäße im Gehirn. Koffein sorgt dafür, dass sie sich wieder verengen. Die Zitrone wiederum fördert die Schmerzhemmung des Körpers und liefert Vitamin C. In Kombination können sie leichte bis mittlere Migräne-Anfälle lindern.
Entspannung und Bewegung
Sie können aber noch was tun: Hausmittel, aber auch die Behandlung mit Medikamenten, lassen sich gut durch Entspannungstechniken ergänzen. Dazu gehören Progressive Muskelentspannung nach Jacobson und Yoga.
Dunkler Rückzugsort
Achten Sie darauf, sich bei den ersten Anzeichen einer Migräne an einen dunklen, ruhigen Ort zurückzuziehen.
Kalte Kompresse
Ein in kaltes Wasser getauchter Waschlappen kann zusätzlich hilfreich sein.
Migräne – Wann zum Arzt?
Sollten Ihre Kopfschmerzen jedoch über mehrere Tage hinweg zunehmen oder in Verbindung mit Schwindel und Verwirrung bzw. mit Fieber, Übelkeit oder Erbrechen auftreten, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen. Auch nach einer Kopfverletzung bzw. stärkerem Stoß gegen den Kopf ist die Konsultation eines Arztes unabdingbar.
Kopfschmerzen
Symptome:
Der Schmerz verteilt sich, vom Hinterhaupt kommend, diffus über die gesamte Schädeldecke. Die Betroffenen haben oft das Gefühl, als ob sie einen zu kleinen Helm aufgesetzt hätten oder ihr Schädel in einem Schraubstock gefangen wäre. Nachts lassen die Schmerzen nach; sie werden – im Gegensatz zur Migräne – beim Treppensteigen oder bei anderen Anstrengungen nicht schlimmer
So helfen Sie sich selbst:
Ruhe tut gut
Suchen Sie die Ruhe oder ein ruhiges Plätzchen. Bisweilen werden Spannungskopfschmerzen auch durch Lärm ausgelöst. Auf jeden Fall werden sie bei Lärm nicht besser.
Wärme oder Kälte?
Manchen Menschen hilft ein Eisbeutel auf Schläfen oder Stirn gegen die
Schmerzen. Anderen hingegen geht es nach einer warmen Kompresse (eventuell mit Kräuterzusatz) besser. Probieren Sie es einfach aus!
Pfefferminzöl
Pfefferminzöl – mehrmals täglich oberhalb der Schläfen leicht einmassiert – Kopfschmerzattacken die Spitze nimmt Es werden damit ähnlich gute Wirkungen wie mit den gängigen Schmerzmitteln ASS und Paracetamol erzielt.
Lavendelöl
Wenn Sie einen Tropfen Lavendelöl auf die Oberlippe auftragen, kann dies helfen, Kopfschmerzen in ihrer Anfangsphase zu bekämpfen
Kneippsche Anwendungen
Wassermassagen am Kopf helfen gegen Verspannungen. Führen Sie dazu den Wasserstrahl aus der Dusche (bei abgenommenem Duschkopf) von rechts unterhalb der Schläfe mehrmals kreisförmig rund um das Gesicht. Dann bewegen Sie den Strahl ebenfalls mehrmals über die Stirn und schließlich ein paarmal von der Stirn bis zum Kinn.
Auch Kniegüsse haben sich bei Kopfschmerzen bewährt. Dazu den kalten Wasserstrahl vom Fußrücken außen am Bein bis unter das Knie führen, kurz verweilen und an der Innenseite zum Fuß zurückführen.
Gymnastik für die Nackenmuskeln
Diese Gymnastik ist ganz einfach, die beiden Übungen kann man sogar im Sitzen machen.
Führen Sie die rechte Hand ans linke Ohr und ziehen Sie den Kopf entspannt nach rechts, bis Sie eine deutliche Dehnung, aber keine Schmerzen spüren. Bleiben Sie etwa 10 Sekunden lang in dieser Position, wechseln Sie anschließend die Seite. Dann wiederholen Sie die Übung.
Kopfschmerzen – Wann zum Arzt?
Sollten Ihre Kopfschmerzen jedoch über mehrere Tage hinweg zunehmen oder in Verbindung mit Schwindel und Verwirrung bzw. mit Fieber, Übelkeit oder Erbrechen auftreten, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen. Auch nach einer Kopfverletzung bzw. stärkerem Stoß gegen den Kopf ist die Konsultation eines Arztes unabdingbar.
Grippe
Symptome:
Rasch ansteigendes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen
(Reiz-)Husten, tropfende Nase, Schleimhautentzündungen in den oberen Atemwegen
In schlimmeren Fällen auch Erbrechen
So helfen Sie sich selbst:
Schonen
Eine echte Grippe wird im Bett auskuriert. Wer sich während dieser Zeit übermäßig belastet, riskiert eine Zweitinfektion an Herz und/oder Lunge
Regelmäßiges lüften und befeuchten der Raumluft
Öffnen Sie hierfür drei bis vier Mal am Tag Ihre Fenster komplett (statt nur zu kippen) und sorgen Sie mindestens 5 Minuten lang für Durchzug. Auf diese Weise kann die abgestandene Raumluft sehr schnell und effektiv gegen frische, unverbrauchte Luft ausgetauscht werden.
Kamillentee
Zwei bis drei Teelöffel Kamillenblüten in eine Tasse geben
Mit 250 ml siedendem Wasser übergießen, Abdecken, 10 Minuten ziehen lassen, Abseihen
Zum Süßen eignet sich Honig; bei Erkältungsbeschwerden ist es sinnvoll, frische Zitrone zuzufügen.
Die einzelnen Symptome sind unterhalb aufgeführt!
Husten und Reizhusten
Symptome:
Reizhusten löst ein Kribbeln im Hals aus und ist typisch für Empfindlichkeit gegenüber Kaltluft; er kündigt oft eine nahende Erkältung an
Hüsteln oder Räuspern ist in der Regel psychosomatisch bedingt
Tief sitzender Husten mit Schleimauswurf zeigt klar eine ernsthafte Erkrankung der oberen Luftwege an
Kratzender und krampfartiger Husten kann bei asthmatischen Erkrankungen und Keuchhusten auftreten
So helfen Sie sich selbst:
Viel trinken!
Sie sollten also viel trinken. Am besten eignen sich stille Mineralwässer und verschiedene Teesorten
Eibischtee
Er unterstützt die Bronchialschleimhaut. Man bereitet ihn kalt zu, damit der Schleim der Eibischwurzeln nicht verloren geht.
Übergießen Sie 1 Teelöffel der Wurzeln mit 1/4 Liter kaltem Wasser. Lassen Sie das Ganze abgedeckt mindestens 2 Stunden ziehen. Trinken Sie von dem zähen Getränk 3 bis 4 Tassen pro Tag.
Fenchel
Inhalationen mit Fenchel unterstützen die Tätigkeit der Flimmerhärchen in Ihren Bronchien.
4 Esslöffel Fenchelsamen einige Minuten in 3 bis 4 Liter kochendem Wasser ziehen lassen. Ansonsten gehen Sie wie bei der oben beschriebenen Inhalation mit Thymian und Kamille vor.
Bier
Biertrinker wird es freuen: Warmes Bier lindert Husten. Am besten probieren Sie es mit dem alten Hausmittel abends. 1/2 Liter Bier erhitzen, 4 Esslöffel Honig zufügen und warm trinken. Es versteht sich von selbst, dass dieses Rezept nichts für Kinder und Alkoholkranke Menschen ist!
Zwiebelsirup
ein altes Hausrezept, das allerdings nicht für Zuckerkranke geeignet ist.1 Gemüsezwiebel fein hacken, 150 Gramm Rohrzucker darüber geben, mehrere Stunden stehen lassen, den Saft auspressen. Davon stündlich 1 Teelöffel einnehmen.
Franzbranntwein
Klopfen Sie den Rücken des Hustenpatienten mit Franzbranntwein mehrmals am Tag ab; das lindert den quälenden Hustenreiz und erleichtert das Abhusten.
Hustenbalsam
Eukalyptus stärkt die Atemwege; daher eignet er sich gut bei Husten.
Mischen Sie je 2 Gramm Rosmarin- und Eukalyptusöl mit 40 Gramm Kampferöl oder -salbe (aus der Apotheke) und reiben Sie täglich 2-mal die Brust damit ein.
Warme Milch mit Ingwer und Honig
Erhitzen Sie in einem Topf die Milch und geben Sie ein Stück geschälten Ingwer hinzu. Kochen Sie alles gemeinsam auf und lassen Sie es für einige Minuten ziehen. Geben Sie der warmen Milch dann ein Löffelchen Honig hinzu und rühre sie um.
Heiße Dämpfe gegen den festsitzenden Schleim
Inhalationen mit Salbei eignen sich besonders gut bei Reizhusten. Geben Sie hierfür eine Handvoll Salbeiblätter (frischer oder getrocknet) in eine Schüssel oder einen Topf und übergießen die Kräuter mit rund zwei Litern kochendem Wasser. Lassen Sie den Sud leicht abkühlen, damit die heißen Dämpfe das Gesicht nicht reizen. Legen Sie anschließend ein Handtuch über den Kopf sowie das Gefäß und atme in tiefen, ruhigen Atemzügen ein und wieder aus.
Erkältungsbad
Dabei sollte man darauf achten, dass das Wasser nicht zu heiß ist (maximal 39 Grad Celsius). Zum Badewasser kann man spezielle Erkältungsbäder mit ätherischen Ölen wie Thymian- oder Eukalyptusöl geben. Wichtig: Kleine Kinder oder Menschen, die unter Asthma leiden, sollten auf Bäder mit Menthol- oder kampferhaltigen ätherischen Ölen verzichten, da diese die Atemwege reizen und so Atemprobleme verursachen können.
Zwiebel und Kandis
Schneiden Sie hierfür eine Zwiebel in kleine Würfel und koche sie mit einem Esslöffel Kandiszucker bei schwacher Hitze auf. Das Ganze eine Weile stehen lassen und dann den entstandenen Saft einnehmen (drei bis vier Teelöffel pro Tag).
In den Zwiebeln stecken ätherische Öle und sogenannte Flavonoide: Diese Kombination trägt dazu bei, Keime abzutöten und weist einen leicht antientzündlichen Effekt auf. Das beruhigt die Bronchien und stillt den Hustenreiz.
QUARKWICKEL
Der Quarkwickel kommt vor allem bei Husten zum Einsatz, der nicht aufhören möchte, z.B. bei Kindern, die nachts aufwachen und von Reizhusten gequält werden. Hilfreich ist dieser Wickel auch bei verschleimten Bronchien.
Für einen Quarkwickel wird Magerquark in die Mitte eines Geschirrtuches aufgetragen, und zwar in der Größe des zu behandelnden Bereiches. Die beiden leeren Enden werden dann darüber geschlagen und der Wickel anschließend auf Zimmertemperatur erwärmt, z.B. mit einer Wärmflasche. Der Wickel wird dann auf die Brust gelegt und mit einem Wollschal oder einem Tuch festgezogen.
ZITRONENWICKEL
Bei festsitzendem Husten kommt der Zitronenwickel zum Einsatz. Hierfür eine ungespritzte Zitrone waschen, in Scheiben schneiden und diese ebenfalls mittig auf einem Tuch aus Baumwolle platzieren. Dann wie beim Quarkwickel die Enden überschlagen und die Zitronen leicht zerdrücken bzw. klopfen, so dass etwas Zitronensaft austritt. Den Wickel dann auf die Brust legen und mit einem weiteren Tuch befestigen. Führt der Wickel zu Jucken auf der Haut, muss er wieder abgenommen werden.
ZWIEBELSUD
Hat die Apotheke geschlossen, kann auch selbstgemachter Zwiebelsaft gegen hartnäckigen Husten helfen. Hacken Sie eine Zwiebel klein und bestreuen Sie diese mit 150 g braunem Rohrzucker. Lassen Sie das Ganze fünf Stunden ziehen und drücken Sie danach die Zwiebel durch ein Küchentuch aus. Der aufgefangene Saft sollte stündlich und teelöffelweise zu sich genommen werden.
Zwiebel ist ein natürliches Antibiotikum und wirkt antibakteriell.
WARME FÜSSE UND TEE
Wenn Sie der Husten erwischt hat, sollten Sie immer auf warme Füße achten. Kalte Füße führen zum Absinken der Hals-und Rachenmandelschleimhäute um bis zu 2 Grad. Das Trinken von Thymiantee, gesüßt mit Honig, ist ebenfalls ein altbewährtes Hausmittel. Thymian wirkt antiviral und antibakteriell.
Husten – Wann zum Arzt?
Husten kann ein Symptom für zahlreiche Erkrankungen sein. Gehen Sie zum Arzt, wenn Sie einen farbigen (gelbgrünen oder roten) Auswurf abhusten, starke Schmerzen beim Husten haben, sich ein Rasseln und Pfeifen bemerkbar macht oder der Husten länger als 2 bis 3 Wochen anhält.
Heiserkeit
Symptome:
Trockenes Kratzen im Hals, häufiges Räuspern
Heisere Stimme, Verschlucken von Tönen
So helfen Sie sich selbst:
Möglichst wenig und leise sprechen!
Wenn Sie Ihre Stimme häufig beruflich einsetzen müssen, sollten Sie zumindest leise sprechen.
Viel trinken!
Sie sollten also viel trinken. Am besten eignen sich stille Mineralwässer und verschiedene Teesorten. Meiden Sie kalte Getränke!
Kartoffelwickel
Ein solcher Wickel unterstützt die Stimmbänder bei ihrem Bemühen, sich zu erholen. Zerdrücken Sie zunächst 3 bis 5 gekochte Kartoffeln; den Brei auf einem dünnen Tuch verstreichen und einschlagen. Legen Sie den Umschlag so um den Hals, dass er vom Kinn bis zu den Schultern reicht. Jetzt wickeln Sie ein weiteres Tuch darum, um die Wärme zu halten. Der Wickel bleibt so lange um den Hals, bis die Wärme nachlässt. 3-mal pro Tag wiederholen.
Zwiebelwickel
Der Zwiebelwickel gehört zu den alten Hausmitteln bei Heiserkeit. Sie brauchen dazu etwa 5 zerhackte, warme Küchenzwiebeln. Die Zwiebeln auf einem dünnen Tuch verteilen und das Tuch einschlagen. Legen Sie den Umschlag so auf Ihren Hals, dass er vom Kinn bis zu den Schultern reicht. Jetzt wickeln Sie noch ein weiteres Tuch um den Hals. Den Wickel sollten Sie so lange tragen, bis die Wärme nachgelassen hat. Die Anwendung kann 3-mal pro Tag wiederholt werden.
Quarkwickel
Sie können es bei Heiserkeit auch mal mit einem kalten Quarkwickel versuchen. Dazu streichen Sie ein nasses Tuch dick mit Quark ein. Legen Sie das Tuch mit der Quarkseite auf den Hals und umhüllen Sie es mit einem weiteren trockenen Tuch oder Wollschal. Am besten wirkt der Wickel über Nacht.
Akupressur
Sie vermag die Durchblutung der Stimmbänder, vor allem die der Stimmmuskeln, zu verbessern.
Drücken Sie mit den Zeigefingern links und rechts vom Adamsapfel leicht auf die Schilddrüse. Dann wandern Sie mit den in Kreisbewegungen massierenden Fingern nach unten, bis Sie zu den vorspringenden Knochen der Schlüsselbeine gelangen. Dauer der Anwendung: etwa 1 Minute. Sie können sie 5-mal am Tag wiederholen.
Inhalieren mit Salbei
Wasser in einem Topf erhitzen, Kräuter hinzugeben und etwas ziehen lassen. Anschließend den fertigen Sud in eine Schüssel umfüllen und die aufsteigenden Dampfschwaden einatmen. Besonders bewährt haben sich bei Heiserkeit Spitzwegerich und Salbei. Ebenso kann man Kochsalz hinzugeben, falls man keine Kräuter zur Hand hat. Lösen Sie hierfür neun Gramm Salz in einem Liter Wasser auf. Bei dieser Konzentration wird gewährleistet, dass die Lösung befeuchtend wirkt und nicht zusätzlich austrocknet. Allerdings hält dieser Effekt meistens nur kurz an.
Gurgeln mit Salbei
Lassen Sie einen Teelöffel Salbeiblätter mit einem halben Liter Wasser aufkochen und den Sud 15 Minuten zugedeckt ziehen. Die Lösung kann man mehrmals täglich gurgeln – am besten wärmt man sie in einem Topf leicht auf.
Ohrenschmerzen und Ohrentzündungen
Symptome:
Erste Anzeichen: Völlegefühl im Ohr, danach anhaltende und pulsierende Ohrenschmerzen
Häufige Begleitsymptome: Geräusche (Brausen, Klingeln, Rauschen etc.), Schwerhörigkeit und Fieber
So helfen Sie sich selbst:
Warme und kalte Kompressen
Kompressen, die ca. alle 10 bis 15 Minuten gewechselt werden. Denken Sie daran, niemals mit Wärmekissen einzuschlafen oder Kinder damit unbeaufsichtigt zu lassen. Kühlkissen oder Eispackungen sollten nicht direkt auf die Haut aufgelegt, sondern vorher in ein Tuch eingewickelt werden. Die Kompressen zeigen die größte Wirkung, wenn sie unter das Ohr gelegt werden.
Kopf hoch!
Wenn Sie den Kopf konsequent hochhalten, können sich die verstopften Verbindungsgänge zwischen Ohr und Rachen besser entleeren. Legen Sie sich daher auch beim Schlafen noch ein Zusatzkissen unter den Kopf. Zwiebelkompressen sind ein wirksames Hausmittel zur Behandlung von Mittelohrentzündungen.
Zwiebelsäckchen bei Ohrenschmerzen
1 bis 2 Zwiebeln klein hacken, gut zerreiben und auf 2 Taschentücher verteilen. Falten Sie die Tücher zusammen und legen Sie sie jeweils auf ein Ohr. Zu guter Letzt binden Sie sich einen Schal um den Kopf oder setzen Sie eine Mütze auf.
Kissen
Ändern Sie Ihre Schlafposition, indem Sie Ihren Kopf und Nacken ein wenig erhöhen, anstelle flach auf dem Rücken oder auf der Seite zu liegen. Nicht auf Daunenkissen legen. Dies verschlimmert die Schmerzen.
Senfwickel
3 EL Senfmehl (in Bioläden oder Reformhäusern erhältlich) mit 2 EL lauwarmem Wasser zu einem dickflüssigen Brei verarbeiten. Alternativ können gemahlene Senfkörner verwendet werden. Masse auf ein Tuch geben und auf das schmerzende Ohr legen.
Dampfbad
Hierfür zwei Beutel Kamillentee mit einem Liter Wasser aufkochen und etwas ziehen lassen. Dann das schmerzende Ohr für einige Minuten über den Wasserdampf halten. Wichtig ist, genügend Abstand einzuhalten, um Verbrennungen vorzubeugen.
Ruhe
Ausreichend Ruhe und Schlaf können dazu beitragen, den Heilungsprozess zu beschleunigen – vor allem dann, wenn Ohrenschmerzen ein Begleitsymptom einer Erkältung oder Grippe sind.
Nasenspülung
Nasenspülungen mit Kochsalzlösung sind vor allem dann sinnvoll, wenn die Ohrenschmerzen begleitend zu einer Erkältung mit Schnupfen auftreten. Eine Nasendusche trägt dazu bei, die Schleimhäute zu befeuchten und abschwellen zu lassen. So kann das Ohr besser belüftet werden, was den Heilungsprozess positiv beeinflusst.
Ohrenschmerzen – Wann zum Arzt?
Eine Mittelohrentzündung mit Schmerzen und Ohrgeräuschen, die sich trotz Behandlung innerhalb von 48 Stunden nicht bessert, ist ein Fall für den HNO-Arzt, der Ihnen antibiotische Mittel verschreiben kann.
Schnupfen
Symptome:
Kitzeln in der Nase/im Nasen-Rachen-Raum,
Nies-, Husten-, Juckreiz,
geschwollene, entzündete Nasenschleimhaut – erschwerte Atmung durch die Nase,
rinnende Nase (wässriges, später schleimig-eitriges, letztendlich dickeres Sekret und Trockenheitsgefühl),
So helfen Sie sich selbst:
Viel Trinken
Trinken Sie mindestens zwei Liter täglich. Am besten geeignet sind Wasser oder ungesüßter Kräutertee.
Ingwer
Das Hausmittel Ingwer dazu einfach in Scheiben schneiden und in etwa 500 ml Wasser kochen, dann entweder als Tee trinken oder deine warme Kompresse darin einweichen.
Frische Luft
Gehen Sie viel draußen spazieren Die frische Luft tut Ihren Schleimhäuten gut, die durch die Heizungsluft angegriffen werden.
Inhalieren
Alles, was du dafür tun musst, ist heißes Wasser in eine Schüssel zu gießen, ein Handtuch über deinen Kopf zu legen und diesen über den Dampf zu halten. Das Inhalieren bei Schnupfen hilft dabei, Schleim zu lösen und deine Nasenwege zu öffnen, wodurch du dich gleich viel wohler fühlen wirst. Träufle ein paar Tropfen Eukalyptusöl (oder was auch immer dein liebstes ätherisches Öl ist) in die Schüssel, für zusätzliche Unterstützung.
Nasendusche mit Salzwasser
Salzwasser wirkt desinfizierend und Viren werden ausgespült. Eine Nasendusche kann Ihnen helfen, wieder besser durchzuatmen.
Erkältungsbad
Die Wärme wirkt dabei entspannend auf die Bronchien und lindert Gliederschmerzen. Aber Vorsicht: Nicht länger als 20 Minuten im warmen Wasser bleiben, bei Fieber ist ein Erkältungsbad tabu.
Hühnersuppe
Eine heiße Hühnersuppe ist gleich auf mehrere Arten hilfreich bei Erkältungen. Die Wärme und Flüssigkeitszufuhr tun dem Körper gut und laut einigen Studien unterstützt die Suppe womöglich die Immunabwehr
Warme Kompresse
Befeuchte einfach einen Waschlappen mit warmem Wasser und leg ihn über deine Nase. Dies ist eines der sanftesten Hausmittel bei Schnupfen und eine verstopfte Nase und wunderbar beruhigend.
Schnupfen – Wann zum Arzt?
Die Nase ist seit über 5 Tagen ununterbrochen verstopft. Sie haben Schwierigkeiten beim Atmen (dies gilt für das Atmen durch Mund oder Nase). Sie haben neue oder zusätzliche Symptome bemerkt, einschließlich grünem Schleim oder einem Engegefühl in der Brust. Sie haben Schmerzen im Kopf oder in den Ohren und Fieber.
Erbrechen und Übelkeit
Symptome:
Unwillkürliches Zusammenziehen der Muskeln in Magenwänden, Zwerchfell und Bauch
So helfen Sie sich selbst:
Viel Trinken
Trinken Sie mindestens zwei Liter täglich. Am besten geeignet sind Wasser oder ungesüßter Kräutertee.
Pfefferminztee
Er ist ein altbewährtes Beruhigungsmittel für angeschlagene Magenwände.
1 gehäuften Teelöffel Pfefferminzblätter mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, zugedeckt 10 Minuten ziehen lassen, dann abseihen. Trinken Sie ihn in kleinen Schlucken!
Kümmel
Er ist auch ein klassischer »Blähungskiller«
Tee: Übergießen Sie 1 Esslöffel Kümmel mit 1 Tasse kochendem Wasser. Den Aufguss 20 Minuten ziehen lassen und abseihen.
Kamillentee
Zwei bis drei Teelöffel Kamillenblüten in eine Tasse geben
Mit 250 ml siedendem Wasser übergießen,Abdecken, 10 Minuten ziehen lassen, Abseihen
Fencheltee
Fenchel ist eine wohltuende Heilpflanze, die schon seit Jahrhunderten zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden eingesetzt wird. Um Fencheltee zuzubereiten, übergieße einfach 1–2 Teelöffel Fenchelsamen mit kochendem Wasser und lass den Tee etwa 10 Minuten ziehen. Genieße den Tee in kleinen Schlucken und spüre, wie er deine Beschwerden lindert.
Haferschleimsuppe
Haferbrei wirkt beruhigend auf den Magen.
Rezept: Kochen Sie 20 Gramm Haferflocken in 1/4 Liter Wasser auf.
Leichte Brühe
Eine gesunde Hühner- oder Gemüsebrühe bewirkt bei Erkältungen wahre Wunder. Was viele nicht wissen: Sie ist auch ein bewährtes Hausmittel gegen Übelkeit.
Die Brühe liefert Flüssigkeit und Elektrolyte und hilft dabei, den Magenhaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
Geriebener Apfel
Entfernen Sie den Kern und reiben Sie das Obst mit einer Käsereibe klein. Haben Sie daraufhin etwas Geduld: Sobald die Apfelmasse leicht braun geworden ist, darf langsam losgelöffelt werden.
Zwieback oder Weißbrot
Leichtes Brot hilft indirekt gegen Übelkeit, indem es den Magen beruhigt. Zwieback oder Weißbrot sind gut verträglich und entspannen den Bauch. Da die Brote sehr trocken sind, sollte zusätzlich genügend Flüssigkeit getrunken werden.
Viel Ruhe und Schlaf
Wie bei vielen Beschwerden gilt auch bei Übelkeit: Schlaf ist die beste Medizin.
Fieber
Die Temperatur im Inneren des menschlichen Körpers beträgt im Normalfall etwa zwischen 36 und 37 Grad Celsius. Ein Wert zwischen 37,6 und 38,3 Grad Celsius wird als erhöhte Temperatur bezeichnet. Wenn die Temperatur höher als 38 Grad Celsius ist, dann spricht man von Fieber. Von hohem Fieber ist ab einer Körpertemperatur von 39,4 -40,4 ° die Rede, ab 40,5 ° handelt es sich um extrem hohes Fieber. Lebensgefahr droht bei Fieber über 41,4 Grad Celsius.
Fieber bei Erwachsenen
Symptome:
Erhöhte Körpertemperatur (deutlich über 39 °C)
Schwitzen und gerötete Gesichtshaut
In schlimmeren Fällen: Schüttelfrost
Wie helfen Sie sich selbst:
Bettruhe
Bei Fieber sollte unbedingt Bettruhe eingehalten werden. Der Körper ist mit der Infektabwehr beschäftigt und das Fieber hilft ihm dabei. Bettruhe ist sinnvoll, um dem Körper die Ruhe zu gönnen und sich ganz auf die Krankheitsbekämpfung konzentrieren zu können.
Leichte Kleidung bei Fieber
Um das Fieber zu senken, sollte die Raumtemperatur eher kühl sein und nur leichte Kleidung getragen werden. Dicke Schichten würden die Regulierung der Körpertemperatur erschweren und zu mehr Wärme führen.
Viel trinken!
Bei Fieber ist der Flüssigkeitsbedarf des Körpers deutlich erhöht. Trinken Sie viel und regelmäßig. Am besten ist Tee Die Getränke sollten Zimmertemperatur haben. Tee aus Thymian, Linden- und Kamillenblüten:
Die Kräuter zu gleichen Teilen mischen. 1 Teelöffel mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen, 5 Minuten ziehen lassen, abseihen.
Kalte Wadenwickel
Der Klassiker der Fiebertherapie – allerdings nur bei warmen Füßen anzuwenden! Nehmen Sie ein großes Handtuch und tauchen Sie es in kaltes Wasser. Danach auswringen, straff um die Unterschenkel legen (es darf nicht über das Knie gehen!) und mit einem weiteren Handtuch umwickeln, damit es keine nassen Flecken im Bett gibt. Die Anwendung darf nicht länger als 10 Minuten dauern; danach kann noch einmal ein neuer Wickel angelegt werden.
Holundertee / Holundersaft
Holunder wirkt schweißtreibend und unterstützt dadurch die Abwehrkräfte.
1 Esslöffel Holunderblüten mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, ein paar Minuten ziehen lassen, dann abseihen. Trinken Sie davon 3 Tassen täglich. Sie können sich auch einen richtigen Schwitztee zubereiten.
Holundersaft aufkochen und lauwarm trinken
Fieber bei Kindern
Symptome:
Körpertemperatur steigt auf über 38,8 °C
Messen Sie bei kleinen Kindern das Fieber mindestens 5 Minuten unter dem Arm, 2 bis 3 Minuten unter der Zunge – Vorsicht, manche Kleinkinder zerbeißen das Thermometer leicht! – oder 2 bis 3 Minuten im After; hier liegt die Temperatur etwa 1 °C über der Außentemperatur, die Sie unter dem Arm messen. Elektronische Digitalmesser sind so zuverlässig wie Quecksilberthermometer, bergen aber keine Verletzungs- bzw. Vergiftungsgefahr.
So helfen Sie ihrem Kind:
Viel trinken!
Bei Fieber ist der Wasserbedarf des Körpers deutlich erhöht. Das Kind muss viel trinken. Colagetränke belasten den Bauch und fördern die Wasserausscheidung. Versuchen Sie daher, den kleinen Patienten zu Säften oder Limonaden und Kräutertees zu überreden.
Thymian, Linden- und Kamillenblüten
Tee aus diesen Heilpflanzen unterstützt den Körper in seinem Abwehrkampf. Thymian tötet Bakterien, Kamille dämpft Entzündungen, Lindenblüten fördern das Schwitzen und Unterstützen damit den Fieberprozess.
Kräuter zu gleichen Teilen in einer Kanne mischen. 1 Teelöffel dieser Mischung mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen, 5 Minuten ziehen lassen und abseihen. Süßen Sie mit etwas Honig.
Kalte Wadenwickel
Sie sind ein bewährter Klassiker der Fiebertherapie. Legen Sie das Kind ins Bett. Dann nehmen Sie ein großes Handtuch und tauchen es in kaltes Wasser.
Auswringen, straff um den kindlichen Unterschenkel legen (es darf nicht über das Knie reichen!) und mit einem weiteren Handtuch umwickeln.
Bleiben Sie gelassen!
Hohes Fieber mit starker Schweißbildung ist bei Kindern ein gutes Zeichen, da es ihren Körper im Abwehrkampf gegen Eindringlinge unterstützt. Lediglich Temperaturen von über 40 °C müssen gezielt behandelt werden, ansonsten gilt es zunächst einmal, die Ursachen für das Fieber herauszufinden.
Blasenentzündung
Symptome:
Plötzlich zunehmender Harndrang, obwohl nur kleine Urinmengen abgegeben werden
Schmerzen beim Wasserlassen
Trübe, manchmal blutige Verfärbung des Urins
Typisch: starker, krampfartiger Schmerz nach dem Wasserlassen
Wie helfen Sie sich selbst:
Wärme
Legen Sie sich Omas Wärmflasche zwischen die Beine. Wärme lindert die Schmerzen – vor allem nach dem Wasserlassen.
Lindernde Wärme
Warme Sitzbäder mit Kamille, eine Wärmflasche oder eine Heizdecke helfen, die Schmerzen zu lindern, und tragen zur Entspannung bei.
Viel Trinken
Trinken Sie mindestens zwei Liter täglich. Am besten geeignet sind Wasser oder ungesüßter Kräutertee.
Ingwertee
Waschen Sie die Ingwerwurzel gründlich.
Schneiden Sie den Ingwer in dünne Scheiben oder Hobeln Sie ihn.
Dann den Ingwer mit siedendem Wasser übergießen und mindestens zehn Minuten ziehen lassen. Je länger er zieht, desto schärfer wird der Tee.
Dann den fertigen Ingwertee durch ein Sieb abgießen.
Ihren Ingwertee können Sie nach Lust und Laune verfeinern. Dafür eignen sich frische Minze, Zitronenmelisse, Thymian, Zitronensaft oder Honig.
Apfelessig-Kur
Und so funktioniert die Apfelessig-Kur:
Verwenden Sie am besten naturtrüben, ungefilterten Apfelessig in Bio-Qualität.
Rühren Sie einen Esslöffel Apfelessig in ein Glas lauwarmes Wasser ein. Trinken Sie bei akuten Beschwerden dreimal täglich ein Glas dieses Apfelessig-Gemischs.
Blase entleeren
Regelmäßig die Blase entleeren! Wer viel trinkt, muss auch öfter zur Toilette. Auch wenn das häufige Wasserlassen gerade zu Beginn der Harnwegsinfektion meist mit Schmerzen und Brennen einhergeht, ist es dennoch wichtig, die Blase in regelmäßigen Abständen vollständig zu entleeren. Nur so lassen sich die bakteriellen Erreger schnellstmöglich aus dem Körper entfernen.
Warm anziehen, warm sitzen, warm halten.
Um das Immunsystem nicht unnötig zu schwächen, sollte man grundsätzlich darauf achten, sich nicht auf einen kalten Untergrund zu setzen sowie seine Füße, den Unterleib und die Nierengegend stets warm zu halten.
Auf Geschlechtsverkehr verzichten
Bis die Infektion vollständig abgeklungen ist, sollten Sie besser auf Geschlechtsverkehr verzichten. Auf diese Weise können Sie vermeiden, dass weitere Keime über die Harnröhre aufsteigen. Darüber hinaus könnten Sie auch Ihren Partner anstecken. Gehen Sie also besser nur auf Kuschelkurs.
Extra-Tipp:
Wer zu Blasenentzündungen neigt, sollte vorsorglich innerhalb von 15 bis 20 Minuten nach dem Sex die Toilette zum Wasserlassen aufsuchen.
Viel Ruhe
Viel Schlaf und reichlich Entspannung fördern die Heilung. Bleiben Sie im Bett und gönnen Sie sich die Ruhe.
Blasenentzündung – Wann zum Arzt?
Bei Fieber, starkem Krankheitsgefühl oder Blut im Urin sollten Sie einen Arzt aufsuchen. In bestimmten Fällen kann die Einnahme eines Antibiotikums erforderlich sein. Das gilt auch, wenn sich die Beschwerden nicht innerhalb von drei Tagen bessern sollten. Bei Schmerzen in der Nierengegend ist ein Arztbesuch ebenfalls wichtig.
Rückenschmerzen
Symptome:
eingeschränkte Beweglichkeit
plötzlich stechender Schmerz oder Muskelschmerzen
Muskelverspannungen
Abgeschlagenheit
morgendliche, eingeschränkte Beweglichkeit
Schwächegefühl
Kribbeln
Probleme, sich gerade aufzurichten
Wie helfen Sie sich selbst
Bewegen Sie sich – aber richtig!
Stärken Sie Ihre Rückenmuskulatur, indem Sie regelmäßig Sport treiben, am besten Schwimmen, Jogging oder Radfahren.
Wichtig!
Man muss nicht gleich bei jedem Rückenschmerz zum Arzt gehen. Halten die Schmerzen aber länger an, sind sie sehr heftig, und kommen noch weitere Symptome (z. B. Taubheitsgefühl, Verschlimmerung bei Husten, Niesen, Fieber) dazu, sollten Sie auf jeden Fall den Orthopäden aufsuchen.
Wärme-Anwendungen
Kirschkern-, Dinkel-, Roggen- oder Hirsekissen im Backofen oder in der Mikrowelle erwärmen und auf den schmerzenden Rücken legen.
Heiße Rolle
Mehrere ineinander gelegte Tücher oder Handtücher werden mit kochendem Wasser übergossen und dann auf die schmerzenden Stellen gelegt.
Sanfte Massage
Rückenschmerzen gehen besonders häufig auf muskuläre Verspannungen zurück – eine sanfte Massage hat sich in diesem Fall bewährt, um die Verspannungen zu lösen und damit auch den Schmerz zu reduzieren
Leichte Bewegung
Bettruhe bei Rückenschmerzen gilt heute als veraltete Empfehlung. Vielmehr wird heute zu sanfter Bewegung geraten, um eine Schonhaltung zu vermeiden und weiteren, muskulären Verspannungen vorzubeugen.
Geeignet sind zum Beispiel Spaziergänge und später auch spezielle Rückenübungen zum Aufbau der Rückenmuskulatur.
Entspannungsverfahren
Rückenschmerzen entstehen häufig infolge von muskulären Verspannungen. Diese wiederum sind oft Folge von Stress und innerer Anspannung. Bei der sogenannten Progressiven Muskelentspannung nach Jacobson handelt es sich um ein spezielles Entspannungsverfahren, das bei Rückenschmerzen häufig empfohlen wird.
Dynamisch sitzen
Wer jeden Tag mehrere Stunden am Schreibtisch verbringt, sollte seine Sitzposition mehrmals täglich verändern. „Dynamisch sitzen“ lautet die Zauberformel. Verlagern Sie also öfters das Gewicht, lehnen Sie sich ab und zu an der Lehne an, aber verlassen Sie diese angelehnte Position auch häufiger, um sich nach vorne zu beugen. Darüber hinaus sollten Sie sich immer wieder ausgiebig strecken und dehnen.
Heublumensack
Ein kleines Leinensäckchen mit Heublumen aus der Apotheke füllen, über Wasserdampf erhitzen, gegebenenfalls in ein Handtuch wickeln und auf den schmerzenden Rücken legen.
Solebad
Eine Badewanne mit etwa 37° C warmem Wasser füllen und bis zu 5 kg Salz darin auflösen, 20 Minuten baden, anschließend das Salz nicht abwaschen, sondern auf der Haut trocknen lassen und eine Stunde warm eingepackt ruhen.
Schaffell
Ein Schaffell in einen Stuhl, Sessel oder ins Bett legen. Das wärmt den Rücken.
Ätherische Öle
Ausgewählte ätherische Öle wie zum Beispiel Lavendel oder Thymian besitzen muskelentspannende Eigenschaften und können daher gerade bei muskulären Verspannungen eingesetzt werden – zum Beispiel als Bade-Zusatz.
Was kann man sonst noch tun?
Gehen Sie beim Bücken in die Hocke, vor allem wenn Sie etwas aufheben.
Heben Sie keine schweren Gegenstände hoch und verteilen Sie Lasten dicht am Körper.
Stützen Sie den Oberkörper beim Sitzen am Arbeitstisch mit den Armen ab.
Stehen Sie mit leicht gebeugten Beinen, verändern Sie öfter die Stehposition und ziehen Sie beim Liegen die Beine an (Matratze auf Rückentauglichkeit überprüfen!).
Rückenschmerzen – Wann zum Arzt?
Man muss nicht gleich bei jedem Rückenschmerz zum Arzt gehen. Halten die Schmerzen aber länger an, sind sie sehr heftig, und kommen noch weitere Symptome (z. B. Taubheitsgefühl, Verschlimmerung bei Husten, Niesen, Fieber) dazu, sollten Sie auf jeden Fall den Orthopäden aufsuchen.
Insektenstich
Symptome:
Mückenstiche sind in der Regel kein Grund zur Aufregung, da die rötlichen Schwellungen schnell wieder abklingen
Schlimmer sind Bienen- und Wespenstiche: Sie führen zu einer deutlichen Schwellung mit Spannungs- und Schmerzgefühl in der Haut
So helfen Sie sich selbst
Reinigung des Stichs
Reinigen Sie den Stich mit fließendem kaltem Wasser, damit sich dort keine Keime einnisten und die Schwellung gebremst wird.
Warnung!
Bei Stichen in Mund oder Hals oder bei deutlichen Zeichen einer allergischen Reaktion (Atemnot, Schwindel) bzw. bei bekannter Allergie gegen Insektengift muss sofort der Notarzt gerufen werden. Er kann ein Gegenmittel spritzen, um einen allergischen Schock zu verhindern.
Kältekompresse
Am besten wickeln Sie dazu Eiswürfel in Leinen- oder Handtücher. Die Kältekompresse muss möglichst schnell nach dem Stich zum Einsatz kommen, dann kann sie das Schlimmste verhindern. Anwendungsdauer: mindestens 30 Minuten.
Alkohol z.B. Franzbrandwein
Er entzieht dem Gewebe die Schwellung. Machen Sie sich einen Wickel, indem Sie verdünnten Alkohol aus der Apotheke oder klaren Schnaps auf einen Waschlappen gießen und ihn für 30 Minuten auf die betroffene Stelle legen. Nicht für Alkohol Kranke geeignet!
Essig oder Zitronensaft
Falls kein Eis zur Kühlung da ist: unverdünnten Essig auf die Einstichstelle geben. Das kühlt und desinfiziert auch noch.
Zwiebel
Oft hilft es auch, wenn man sanft mit der Schnittfläche einer halben Zwiebel über die Einstichstelle reibt. Die ätherischen Öle der Knolle entfalten einen angenehm kühlenden Effekt, ihre Schwefelverbindungen wirken antibiotisch (beim Insektenstich wandern viele Keime in die Haut!) und entzündungshemmend.
Petersilie
Gehackte Petersilie in ein sauberes Tuch geben und diesen Wickel auf den Stich legen
Kamille bzw. Kamillentee
beruhigt und desinfiziert. Am besten den gebrauchten Beutel vom Kamillentee auf die Einstichstelle legen.
Salz
Salz mit etwas Wasser vermischen und diesen Brei auf den Stich auftragen.
Natron
Mit Wasser angerührtes Natron wirkt basisch und lindert ebenfalls den Juckreiz
Honig
Bei Bienenstichen Honig auf die betroffene Stelle streichen. Das verringert den Schmerz und die entstandene Schwellung klingt schneller ab.
Aloe Vera Gel
einfach etwas frisches Aloe Vera Gel auf den Stich auf und lasse es einwirken. Es wird den Juckreiz reduzieren und die Haut beruhigen.
Zusatzjoker: Spucke!
Habt ihr keines der genannten Hausmittel zur Hand, geht auch Spucke. Unsere Spucke enthält nämlich den Stoff Opiorphin, ein hoch wirksames Schmerzmittel.
Nicht Kratzen!
ACHTUNG!
Mögliche allergische Reaktionen: Achte auf Anzeichen einer allergischen Reaktion wie Atembeschwerden, starke Schwellungen, Schwindel oder Hautausschlag an anderen Körperstellen. Wenn solche Symptome auftreten, suche sofort ärztliche Hilfe auf oder wende dich an den Notdienst.
Verstauchungen und Prellungen
Symptome:
Schmerzen im betroffenen Gelenk
Oft kommt es explosionsartig zu einer starken Schwellung, die sich später verfärbt
Die Beweglichkeit ist stark eingeschränkt
So helfen Sie sich selbst
Eis
Kühlen Sie den betroffenen Bereich mit Eispackungen, Umschlägen oder Kältekompressen. Die Kühlung sorgt dafür, dass das Gewebe weniger durchblutet wird und reduziert die Schwellung.
Sanfte Übungen – unser Tipp
Nach einer Verstauchung sind Ruhe und Schonung, dann aber langsame Übungen zur Belastung angebracht. Spannen Sie die betroffenen Muskeln 2 Sekunden an, 3 Sekunden Pause, wieder anspannen.
Hochlagern
Dies reduziert die Schwellung, weil der Blutfluss zur Verletzung gedrosselt wird.
Kompression
Bandagieren Sie die betroffene Stelle mit einem elastischen, breitflächigen Kompressionsverband
Arnika:
Ein bewährtes Hausmittel bei leichten Verletzungen ist Arnika in Form von Umschlägen. Diese Pflanze (genaueres bitte in unserem Heilpflanzenlexikon nachlesen) wirkt entzündungshemmend, schmerzlindernd und durchblutungsfördernd. Für einen Umschlag werden 4 Teelöffel Arnikablüten mit 1 Tasse kochendem Wasser übergossen. Nach 10 min. Ziehen wird abgeseiht. In diesen Tee wird ein Leinentuch getaucht und noch warm auf die schmerzende Stelle gelegt. Das Leinentuch bleibt 30 Minuten liegen. Diese Anwendung sollte 3–4-mal täglich wiederholt werden
Quarkwickel
Der Quarkwickel ist ein uraltes Hausmittel und wird aufgrund seiner kühlenden Wirkungen gegen vielfältige Beschwerden eingesetzt, die mit Schmerzen, Entzündungen und/oder Schwellungen einhergehen. Speziell bei leichten Prellungen kann ein Quarkwickel Linderung bringen.
Franzbranntwein
Franzbranntwein zählt zu den beliebten Hausmitteln aus Großmutters Zeiten und wird auch heute noch als „Allrounder“ bei vielen Alltagsbeschwerden sehr geschätzt. Die alkoholische Lösung hat kühlende Effekte und regt die Durchblutung an. Insofern kann sie vielleicht zumindest bei leichten Beschwerden hilfreich sein.
WICHTIG!
Prellungen und Verstauchungen heilen in der Regel erst nach mehreren Wochen.
Daher gilt: Geduld haben!
Nasenbluten
Symptome:
Mehr oder weniger starkes Bluten aus den Nasenlöchern, bisweilen in Verbindung mit Kopfschmerzen
So helfen Sie sich selbst:
Nasenpfropfen und Druck
Stopfen Sie Watte in die Nase und drücken Sie bei leicht nach vorn geneigtem Kopf die Nasenflügel zusammen. Vorher sollten Sie sich die Nase putzen.
Durch das Andrücken beider Nasenflügel auf die Nasenwand (mit Daumen und Zeigefinger) kann bereits manche Blutung gestillt werden. Drücken Sie einige Minuten lang und atmen Sie während dieser Zeit durch den Mund. Wichtig ist, dass Sie den Kopf leicht nach vorn gebeugt halten!
Kühlung
Eine Eiskompresse, die Sie auf die Nasenwurzel drücken, verringert den Blutfluss zu den Nasenscheidewänden.
Nehmen Sie einen Waschlappen oder ein Taschentuch, worin Sie einige Eiswürfel wickeln. Pressen Sie die Kompresse fest gegen die Nasenwurzel. Zusätzlich können Sie sich eine kalte Kompresse auf den Nacken legen.
Akupressur
Der Punkt fürs Nasenbluten liegt im Nacken, genau dort, wo die Wirbelsäule beginnt. Massieren Sie diesen Punkt mit Ihrem Zeigefinger in kreisenden Bewegungen, bis das Bluten aufhört
Immer wieder der gleiche Fehler:
Noch immer sieht man, wie Nasenbluter von gut meinenden Helfern dazu überredet werden, den Kopf nach hinten zu legen, damit das Blut wieder zurückläuft.
Tatsache ist jedoch, dass das Blut nicht mehr in die Adern zurückkehrt, sondern die Luftwege und den Rachen hinunterfließt. Und das ist für die Betroffenen alles andere als angenehm!
Kälte
Legen Sie sich einen Eisbeutel oder ein feuchtes Tuch in den Nacken. Die Kälte verengt die Blutgefäße im Kopf und stoppt das Nasenbluten
Ätherische Öle
Schneiden Sie eine Zwiebel auf und riechen Sie intensiv daran. Die ätherischen Öle sorgen dafür, dass sich die Blutgefäße zusammen ziehen. Gleiches gilt für in Essig oder Zitronenwasser getauchte Taschentücher.
Eisiges Fußbad
Tauchen Sie Ihre Füße in kaltes Eiswasser. Auch das verengt die Blutgefäße.
Nasenbluten – Wann zum Arzt?
Normalerweise ist das Nasenbluten nach einer Viertelstunde vorbei. Sollte sich die Blutung nicht stoppen lassen und Sie weitere Symptome wie Schwindel, Herzrasen oder Blässe feststellen, so ist es ratsam, ärztliche Hilfe zu suchen, da das Nasenbluten ein Hinweis auf eine ernsthafte Krankheit sein kann. In den meisten Fällen verschwindet es jedoch so schnell, wie es gekommen ist.
Zahnfleischentzündungen
Symptome:
Gerötetes und empfindliches Zahnfleisch
Schwellungen in den Zahnzwischenräumen
Brennende, drückende Schmerzen
Blutungen
Mundgeruch
So helfen Sie sich selbst:
Kamille und Salbei
Kamille wirkt desinfizierend und beruhigend – genau das braucht unser Zahnfleisch, wenn es entzündet ist. Den Mund mehrmals täglich mit Kamillentee zu spülen, lindert die Beschwerden. Alternativ lässt sich übrigens auch Salbeitee verwenden.
Salbeitee
2 Teelöffel des Krauts mit 1 Tasse kochendem Wasser überbrühen, 12 Minuten zugedeckt ziehen lassen, danach abseihen
Kamillentee
Zwei bis drei Teelöffel Kamillenblüten in eine Tasse geben
Mit 250 ml siedendem Wasser übergießen,Abdecken, 10 Minuten ziehen lassen, Abseihen
Salzwasser
Simpel aber effektiv: Ein einfaches Hausmittel gegen Zahnfleischentzündungen ist Salzwasser. Dafür einfach einen Teelöffel Salz in einem Glas Wasser auflösen. Die Lösung kann entweder als Mundspülung genutzt werden, oder aber mit der Zahnbürste direkt auf die betroffenen Stellen einmassiert werden.
Massage
Quasi das einfachste aller Hausmittel gegen Zahnfleischentzündungen: Zahnärzte raten, trotz Zahnfleischbluten das Zahnfleisch mit der Zahnbürste zu massieren. Dadurch wird die Durchblutung angeregt und die Heilung beschleunigt.
Teebeutel
Statt mit Tee zu gurgeln, können Sie auch einen Teebeutel auf die entzündete Stelle auflegen und fünf Minuten einwirken lassen. Am besten eignet sich dafür schwarzer Tee. Das enthaltene Tannin lindert die Zahnfleischentzündung.
Ingwer
Ingwer ist ein wahres Multitalent und mit seiner entzündungshemmenden und antibakteriellen Wirkung auch bei Zahnfleischentzündungen heilsam. Einfach mehrmals täglich Ingwertee trinken oder damit gurgeln.
Ingwertee
Waschen Sie die Ingwerwurzel gründlich.
Schneiden Sie den Ingwer in dünne Scheiben oder Hobeln Sie ihn.
Dann den Ingwer mit siedendem Wasser übergießen und mindestens zehn Minuten ziehen lassen. Je länger er zieht, desto schärfer wird der Tee.
Dann den fertigen Ingwertee durch ein Sieb abgießen
Alkohol
Übrig gebliebene Alkoholreste, wie Wodka, Whisky oder andere hochprozentige Spirituosen eignen sich hervorragend zum Desinfizieren. Spülen Sie damit mehrmals täglich ihren Mundraum aus, oder tupfe einige Tropfen gezielt auf die entzündlichen Stellen. Vorsicht – am Anfang kann es kurz, aber stark brennen! Natürlich sollte diese Methode keine dauerhafte Lösung sein und auch nicht bei Alkohol Problemen angewendet werden!
Zahnfleischentzündung - Wann zum Arzt?
Wenn Sie nach drei Tagen keine Besserung am Zahnfleisch festgestellt haben, sollten Sie diese Methoden nicht länger anwenden und besser zum Zahnarzt gehen.
Das können Sie tun, um Arztpraxen und Krankenhäuser zu entlasten:
Wann sollte ich eigentlich zum Arzt gehen?
Viele Symptome und Probleme können zu Hause behandelt werden. Für eine übliche Erkältung muss man in der Regel keinen Arzt aufsuchen.
Erkältung oder Grippe
Erbrechen oder Unfähigkeit, Flüssigkeit bei sich zu behalten, Schmerzhaftes Schlucken
Husten, der länger als 2 oder 3 Wochen anhält, oder Hochhusten von Blut Ohrenschmerzen, Atembeschwerden
Symptome, die länger als 7 Tage anhalten
Schwarzer oder blutiger Stuhl
Mehr als 6- bis 8-mal wässriger Stuhlgang pro Tag bei Kindern, Symptome, die länger als 7 Tage anhalten, Symptome einer Dehydratation (etwa trockener Mund und Achselhöhlen, Verwirrung, verringertes Wasserlassen), vor allem bei Kindern und älteren Personen mit Bauchschmerzen oder Fieber > 38,8 °C
Das Gefühl, das Essen bleibt im Hals stecken
Entwicklung oder Veränderung von Sodbrennen, insbesondere während körperlicher Betätigung
Häufiges Sodbrennen, Aufstoßen oder Hochwürgen
Anhaltende oder starke Bauchschmerzen
Anhaltende Übelkeit
Allgemeine Probleme
Symptome, die ein Ausführen gewöhnlicher Aktivitäten behindern, insbesondere eine neu aufgetretene oder verstärkte Kurzatmigkeit bei körperlicher Belastung
Unerklärlicher Gewichtsverlust
Schwindel oder Ohnmachtsgefühl
Anhaltende Erschöpfung
Schwitzen, insbesondere starke oder kalte Schweißausbrüche
Starke Kopfschmerzen, die sich innerhalb von Sekunden verschlimmern Gedächtnisverlust oder Verwirrung
Sehtrübung oder Diplopie (Doppelsehen), Undeutliche Sprache
Gleichgewichtsverlust oder Schwindel, Krampfanfälle
Taubheit oder Schwäche in Armen, Beinen oder Gesicht
Übelkeit oder Erbrechen mit neuen Kopfschmerzen
Herzprobleme
Schneller oder galoppierender Herzschlag (Herzklopfen)
Mäßige oder starke Bauchschmerzen
Symptome von Dehydration, insbesondere bei Kindern und älteren Personen, Grünes, schwarzes oder blutiges Erbrochenes
Wann sollte ich die Notaufnahme im Krankenhaus aufsuchen?
In folgenden Fällen muss die Notaufnahme aufgesucht werden:
· Anzeichen eines Herzinfarkts, wie Brustschmerzen, Kurzatmigkeit und Schwindel
· Anzeichen eines Schlaganfalls, wie plötzliche Muskelschwäche, Lähmung, ungewöhnliche
Empfindungen oder Empfindungsverlust auf einer Körperseite, Sprachschwierigkeiten,
Verwirrtheit, Sehstörungen, Schwindelgefühl, Verlust des Gleichgewichts und der
Koordination
· Starke Blutungen
· Offene, versengte Verbrennungen mit Hautblasen, Verbrennungen durch Inhalation, über eine
große Fläche, an Händen, Gesicht, Füßen oder Genitalien
· Schwere Verletzungen (wie bei einem Verkehrsunfall)
· Vergiftungen, die Symptome verursachen (falls die Symptome leicht sind oder nicht
auftreten, kann zunächst das Giftinformationszentrum unter 19240 mit örtlicher Vorwahl
kontaktiert werden)
· Schwere allergische Reaktionen
· Anzeichen eines Kreislaufschocks, wie Schwindel, Verwirrtheit und kalte, feuchte Haut
· Plötzlicher starker Schmerz, unabhängig von der Körperregion
· Erbrechen mit Blut oder Aushusten einer relativ großen Blutmenge (mehr als nur ein paar
Streifen im Auswurf)
· Plötzliche, massive Verschlechterung einer ernsten chronischen Krankheit wie Asthma oder
Diabetes
Quellen
Quellen
https://lunamag.de/familie/gesundheit/12-hausmittel-bei-insektenstichen/
https://www.erkaeltungs-ratgeber.de/halsschmerzen/hausmittel
Petra Hirscher: Die einfachsten Hausmittel für Kinder
Angela Fetzner: Meine liebsten Hausmittel: Heilen mit der Kraft der Natur
Jörg Zittlau, Norbert Kriegsch, Dagmar Heinke: Die besten Hausmittel von A bis Z
https://www.msdmanuals.com/de-de/heim/grundlagen/medizinische-versorgung-maximal-ausschöpfen/wann-ein-arzt-aufzusuchen-ist
https://www.kv-rlp.de/nachrichten/nachrichtentext/praxen-vor-dem-kollaps-meinung-der-aerzte-und-psychotherapeutenschaft-gefragt/