Im Notfall

Lebensbedrohlicher Notfall

112

GesundheitsPraxis

06589/9191840

In dringenden Fällen sagen Sie bitte "Notfall" sollte die Sprachassistentin "Hannah" sich melden.

Giftnotruf Mainz

06131/19240

Rettungsleitstelle Trier

19222 (Festnetz)

0651/19222 (Handy)


Rettungsdienst, Notaufnahme, ärztlicher Bereitschaftsdienst

Der Rettungsdienst


Lebensbedrohlicher Notfall: Jede Minute zählt?

Bei Lebensgefahr
In lebensbedrohlichen Notfällen, also zum Beispiel bei schweren Verletzungen, Herzstillstand, Symptomen eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls, gilt: keine Zeit verlieren.

Wählen Sie den Notruf: 112

Was sind lebensbedrohliche Notfälle?

Beispielhafte Symptome und bedrohliche Zustände:

  • Bewusstlosigkeit oder erhebliche Bewusstseinstrübung
  • schwere Atemnot
  • starke Brustschmerzen oder Herzbeschwerden
  • starke, nicht stillbare Blutungen
  • Unfälle mit Verdacht auf schwere Verletzungen
  • Vergiftungen
  • schwere Verbrennungen
  • Ertrinkungsunfälle
  • Stromunfälle
  • Suizidversuche aller Art
  • akute und anhaltende Krampfanfälle
  • plötzliche Geburt oder Komplikationen in der Schwangerschaft
  • akute und anhaltende stärkste Schmerzzustände


Erste Hilfe: richtiges Verhalten in Notsituationen


Erkennen: Was ist passiert?

  1. Verschaffen Sie sich einen Überblick.
  2. Retten Sie die Person aus der akuten Gefahrensituation, ohne sich selbst zu gefährden (Eigenschutz geht vor!).
  3. Verhindern Sie, dass weitere Unfälle geschehen könnten (zum Beispiel Sicherungen aufstellen).

Beurteilen: Welche Gefahr droht? Wie geht es der verletzten oder erkrankten Person?

  1. Prüfen Sie die Atmung und das Reaktionsvermögen.
  2. Untersuchen Sie die betroffene Person auf weitere Verletzungen.

Handeln: Was erfordert die Situation?

  1. Ist die betroffene Person bewusstlos oder hat einen Herz- oder Atemstillstand? Verständigen Sie sofort den Notruf/Rettungsdienst mit der 112.
  2. Beginnen Sie bei Herz- und Atemstillstand direkt mit Sofortmaßnahmen (Herzdruckmassage, siehe Kasten mit hilfreichen Links).


Erste Hilfe, Herzdruckmassage

Prüfen, rufen, drücken: Auf der Internetseite von „ein Leben retten“ finden Sie eine anschauliche Anleitung zu den wichtigsten Schritten der Ersten Hilfe und Reanimation, die sich an Laien richtet: https://www.einlebenretten.de

Auf der Seite des Deutschen Roten Kreuzes finden Sie eine ausführliche Anleitung zu den einzelnen Schritten der Herz-Lungen-Wiederbelebung, die sich an geschulte Helfer richtet: www.drk.de/hilfe-in-deutschland/erste-hilfe/erste-hilfe-online/herz-lungen-wiederbelebung/

Kinder-Notfälle: Tipps zum richtigen Verhalten in Notfallsituationen, die Kinder betreffen, finden Sie auf der Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung:www.kindergesundheit-info.de/themen/sicher-aufwachsen/notfall-infos/notfallsituationen/

Der ärztliche Bereitschaftsdienst


Akutfall: dringend behandlungsbedürftig und nicht lebensbedrohlich

Für dringende und akute gesundheitliche Probleme, die nicht lebensbedrohlich sind, können Sie sich außerhalb der hausärztlichen Sprechzeiten an den ärztlichen Bereitschaftsdienst wenden. Diesen erreichen Sie bundesweit kostenfrei unter der sechsstelligen Rufnummer: 116117

Auch nachts, am Wochenende und an Feiertagen: Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte haben in Deutschland die Verpflichtung, außerhalb der regulären Praxiszeiten die Notfallversorgungaufrechtzuerhalten. Beteiligt sind grundsätzlich Ärzte und Ärztinnen aller Fachgebiete. Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist regional unterschiedlich aufgebaut und wird von den Kassenärztlichen Vereinigungen organisiert. In einigen Regionen wird der ärztliche Bereitschaftsdienst auch als „Notfalldienst“ oder „Notdienst“ bezeichnet. Das Angebot umfasst Bereitschaftsdienstpraxen, die Sie ohne Anmeldung aufsuchen können, und mancherorts den fahrenden Bereitschaftsdienst, der gegebenenfalls Hausbesuche macht.

Flächendeckende ambulante ärztliche Versorgung


Der organisierte ärztliche Bereitschaftsdienst dient dazu, eine flächendeckende ambulante ärztliche Versorgung in dringenden Fällen außerhalb der regulären Sprechzeiten von Arztpraxen sicherzustellen. Diese Notfallversorgung können sowohl sowohl gesetzlich versicherte als auch privat versicherten Patientinnen und Patienten in Anspruch nehmen. Die Kosten der Behandlung werden von den gesetzlichen Krankenkassen und privaten Krankenversicherungen (hier abhängig vom Vertrag und Selbstbehalt) übernommen.


Wann rufe ich den ärztlichen Bereitschaftsdienst an?


Zur Orientierung dient folgende Faustregel: Handelt es sich um eine Erkrankung, wegen der Sie normalerweise eine Arztpraxis aufsuchen würden, aber die Behandlung kann aus medizinischen Gründen nicht bis zum nächsten Praxisöffnungstag warten, dann ist der ärztliche Bereitschaftsdienst zuständig. Dies ist zum Beispiel bei einer Grippe, hohem Fieber oder starkem Erbrechen der Fall.

Beispiele für dringende gesundheitliche Beschwerden und Erkrankungen, die vom Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst versorgt werden können:

  • Erkältung mit hohem Fieber
  • anhaltender Brechdurchfall bei mangelnder Flüssigkeitsaufnahme
  • starke Hals- oder Ohrenschmerzen (zum Beispiel eine Mittelohrentzündung)
  • akute Harnwegsinfekte
  • akute Rückenschmerzen (zum Beispiel ein sogenannter Hexenschuss)
  • akute Bauchschmerzen

Unter der Bereitschaftsdienstnummer 116117 erreichen Sie Fachpersonal in den regionalen Leitstellen, das Ihr Anliegen aufnimmt und an Ärztinnen und Ärzte weiterleitet. Der Patientenservice 116117  unterstützt Sie auch bei der Einschätzung der Dringlichkeit der Situation, wenn Sie zum Beispiel unsicher sind, ob Sie mit dem Arztbesuch bis zum nächsten Werktag warten können. Auch wenn Sie Fragen haben, wie Sie sich selbst helfen können, ist der Bereitschaftsdienst der richtige Ansprechpartner.


Einfache Hilfe für Hör- und Sprachgeschädigte:
Hör- und Sprachgeschädigte können sich mit einem Faxformular an die kostenfreie Faxnummer 0800 - 58 95 210 wenden. Das Formular finden Sie hier: www.116117.de/html/de/fax-formular.php


Andere Notdienste


Akutfall: Dringend behandlungsbedürftig und nicht lebensbedrohlich?


Sie vermuten eine Vergiftung? Hier helfen die Giftnotrufzentralen weiter


Die Giftnotruf- oder Giftinformationszentralen sind für akute Vergiftungsfälle 24 Stunden erreichbar. Dort erhalten Sie Informationen und Beratung zu Vergiftungen zum Beispiel durch Medikamente, Pflanzen, Drogen, Tiere, Pilze, Haushaltsmittel oder Chemikalien. Bei lebensbedrohlichen Symptomen durch eine Vergiftung (zum Beispiel bei Bewusstlosigkeit, Krampfanfällen) rufen Sie den Rettungsdienst 112.

Eine Übersicht der Giftnotrufzentralen für den deutschsprachigen Raum finden Sie auf der Internetseite des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) unter folgendem Link: https://www.bvl.bund.de/


Sie suchen eine Notdienstapotheke?


Apotheken-Notdienste finden Sie im Internet auf dem offiziellen Gesundheitsportal der deutschen ApothekerInnen: https://www.aponet.de/apotheke/notdienstsuche
Gerne unterstützen wir Sie auf Wunsch bei der Suche nach der nächstgelegenen Notdienstapotheke.

Welche Apotheke in Ihrer Nähe wann geöffnet hat, erfahren Sie auch unter der kostenlosen Rufnummer 0800 00 22 8 33 (vom Festnetz). Alternativ können Hilfesuchende unter der Kurzwahl 22 8 33 anrufen (vom Handy, 69 Cent/Minute) oder eine SMS mit dem Inhalt „apo“ an die 22 8 33 senden (69 Cent/SMS). Nachdem Sie der Ortung und Lokalisierung Ihres Standortes zugestimmt haben, erhalten Sie eine SMS mit allen Informationen zur nächstgelegenen geöffneten Apotheke.

Zahnärztlicher Bereitschaftsdienst


Wer hilft bei einem zahnärztlichen Notfall?

Zahnärztliche Bereitschaftsdienste (je nach Region auch zahnärztlicher Notdienst oder zahnärztlicher Notfalldienst genannt) werden unter anderem von den Kassenzahnärztlichen Vereinigungen sowie den Zahnärztekammern der jeweiligen Bundesländer organisiert.

Welche Praxis Bereitschaftsdienst hat, erfahren Sie auf der Seite der Kassenzahnärztlichen Vereinigung des jeweiligen Bundeslandes. Auf der Internetseite der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung sind alle Kassenzahnärztlichen Vereinigungen der Bundesländer verlinkt. Dort finden Sie auch Tipps für Patientinnen und Patienten bei einem Zahnunfall.

Beispiele für Vorfälle, die vom zahnärztlichen Bereitschaftsdienst versorgt werden können:

  • Zahnschmerzen
  • Unfälle mit Zahnverletzungen, zum Beispiel, wenn ein Zahn, Zahnstück oder eine Krone herausgefallen ist.

Gut zu wissen: Die Kosten der zahnärztlichen Notfallbehandlung in einer zahnärztlichen Bereitschaftsdienstpraxis werden von den gesetzlichen Krankenkassen und privaten Krankenversicherungen (hier abhängig vom Vertrag und Selbstbehalt) übernommen.

Hilfetelefone für Schwangere 

Schwangere in Not: 

Das Hilfetelefon "Schwangere in Not" richtet sich an Schwangere in Not- und Konfliktsituationen, aber auch Familienmitglieder oder 

Freunde können sich beraten lassen: Telefon 0800 40 40 020. 

Die Nummer ist rund um die Uhr besetzt, der Anruf ist kostenlos und anonym. 

 

Schwangerschaft nach Vergewaltigung: 

Das "Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen" berät in allen Fällen von Gewalt: Telefon 116 016. 

Das Gespräch bleibt anonym, es werden keine Daten gespeichert. Die Beratung erfolgt rund um die Uhr, ist kostenlos oder unter www.hilfetelefon.de


„Nummer gegen Kummer“ Kinder- und Jugendtelefon 

116 111 (gebührenfrei)
 (eingeschränkte Sprechzeiten) 

 

Bundesweites Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ 

116 016 (gebührenfrei)
 www.hilfetelefon.de 
 Das Beratungsangebot ist anonym, kostenfrei, barrierefrei und in 18 Fremdsprachen verfügbar. Die Beratung steht an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr zur Verfügung. 

 

Opfer-Telefon des WEISSEN RINGES e.V. 

116 006 (gebührenfrei) 

 

Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch 

0800 22 55 530
 
 Telefonzeiten
Mo., Mi., Fr.: 9.00 bis 14.00 Uhr
Di, Do: 15.00 bis 20.00 Uhr
 
Das Hilfe-Telefon berät anonym, kostenfrei, mehrsprachig und in Gebärdensprache. 

 

OSKAR Sorgentelefon: 

Das OSKAR Sorgentelefon ist rund um die Uhr erreichbar unter 0800 8888 4711. Es berät und informiert zu allen Fragen, die mit lebensverkürzend erkrankten Kindern zu tun haben. 

Näheres unter www.oskar-sorgentelefon.de. 

 

Young Carers Hilfe: 

Hilfe für Kinder und Jugendliche, die ihre kranken Eltern pflegen: 0170 1888272, vorrangig 8–10 Uhr, und 09761 9179641. 

Nähere Infos und weitere Anlaufstellen unter https://young-carers.de